12.03.2025 – Religionsunterricht
Versöhnungsweg

Einst als "Erstbeichte" bekannt, ist dieser Weg heute eine wertvolle Gelegenheit, sich mit den Herausforderungen des Alltags auseinanderzusetzen und neue Wege zur Versöhnung zu entdecken.
Die Vorbereitungen dafür begannen bereits im Vorjahr im Religionsunterricht. Die Kinder setzten sich mit bedeutenden Fragen auseinander: Was bedeutet Schuld? Wie funktioniert das Gewissen? Wie entstehen Vorurteile, und wie können wir sie überwinden? Was braucht es, um aufrichtig Reue zu empfinden und umzukehren? Wie können wir wiedergutmachen, vergeben und uns versöhnen? Biblische Geschichten dienten dabei als inspirierende Wegweiser.
Am Tag des Versöhnungsweges wurde das Gelernte in einem anschaulichen Parcours lebendig. Jede Station war einem wichtigen Lebensbereich gewidmet und half den Kindern, die Themen der Versöhnung auf eine persönliche Weise zu erfahren. Mithilfe ihrer Begleitpersonen ging es mal darum, in die eigenen Gefühle hineinzuhorchen, mal darum, sich in andere hineinzuversetzen oder zu erleben, wie befreiend ein ehrliches "Es tut mir leid" sein kann.
Den feierlichen Abschluss bildete eine gemeinsame Versöhnungsfeier in der Pfarrkirche, geleitet von Seelsorgerin Ruth Maria. Nach dem Verbrennen der "schattigen" Zettel dankten die Kinder Gott für die wertvollen Erfahrungen des Tages erneut um die Feuerschale herum. Die anschliessende "Teilete" vertiefte das Gemeinschaftsgefühl und rundete die Veranstaltung in wärmender Atmosphäre ab.
Ein herzliches Dankeschön gilt allen Eltern, die mit ihrer tatkräftigen Unterstützung diesen besonderen Anlass möglich gemacht haben – sei es bei der Vorbereitung der Stationen oder bei der Organisation der Agape.
Möge dieser Tag eine prägende und befreiende Erfahrung für unsere Kinder gewesen sein, denn Versöhnung ist wahrlich Balsam für die Seele.
Dan Moldovan